Erweiterte sonographische Feindiagnostik in der 20.-22. Schwangerschaftswoche

Meistens zeigt sich bei der Untersuchung eine unauffällige Entwicklung des Kindes, so dass Befürchtungen ausgeräumt und besondere Risiken ausgeschlossen werden können.
Es muss ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass selbst bei einer sehr ausführlichen Ultraschalluntersuchung nicht alle Fehlbildungen erkannt werden können. Diese Einschränkung gilt insbesondere bei ungünstigen Untersuchungsbedingungen wie einer kräftigen Bauchdecke der Schwangeren (Adipositas), einer ungünstigen Lage des Kindes und einer geringen Fruchtwassermenge. So lasse sich z.B. die Zahl der Finger und Zehen nicht immer genau bestimmen, die Herzscheidewand kann nicht immer genau beurteilt werden. Einige Fehlbildungen wirken sich erst in der späteren Schwangerschaft aus und können in der 20.-22. SSW auch bei optimalen Bedingungen noch nicht erkannt werden (z.B. bestimmte Formen von Darm-, Herz- und Hirnfehlbildungen).
Chromosomen- und Stoffwechselstörungen können durch Ultraschall nicht nachgewiesen oder ausgeschlossen werden. Hierzu bedarf es einer Untersuchung der kindlicher Zellen, welche nur durch invasive Untersuchungen gewonnen werden können (Chorionzottenbiopsie oder Amniozentese). Bei der sonographischen Feindiagnostik in der 20.-22. Schwangerschaftswoche können sich allerdings Hinweise auf eine Störung der Erbanlagen ergeben (z.B. Trisomie 21, 18, 13). Der beste Zeitpunkt für die Einschätzung des Risikos für Chromosomenstörungen liegt aber in der 12.-13. Schwangerschaftswoche.

 

Unsere Erfahrungen zeigen, dass eine ausführliche genetische Beratung vor Inanspruchnahme der vorgeburtlichen Diagnostik mit Vorteilen für werdende Eltern verbunden ist:

  • Es entsteht ein besseres Verständnis für die unterschiedlichen Untersuchungsmethoden
  • Risiken, die sich aus der Familienvorgeschichte ergeben, können besser berücksichtigt werden
  • Die werdenden Eltern können eine informierte und damit für sie bessere Wahl treffen
  • Bei Mitteilung „schlechter“ Nachrichten nach Diagnostik sind die Eltern besser darauf vorbereitet, die Planung weiterer Schritte ist weniger belastend.

 

Nach dem Gendiagnostikgesetz sieht der Gesetzgeber eine genetische und psychosoziale Beratung vor Durchführung der Pränataldiaghostik vor. Sie haben jedoch die Möglichkeit, auf diese Beratungen zu verzichten.

 

Bei Schwierigkeiten in der Entscheidungsfindung oder zusätzlichem Informationsbedarf soll vor Inanspruchnahme der Untersuchungen eine qualifizierte humangenetische Beratung erfolgen, die in unserer Praxis Dr. Ehresmann anbietet.
Für die psychosoziale Beratung vermitteln wir Ihnen gerne Kontakte zu kompetenten Beratungsstellen.

Dr. Bielicki Frauenarzt in Frankfurt

Die Praxisgemeinschaft Am Salzhaus ist ein hochqualifzierter Frauenarzt in Frankfurt. Das Frauenärzte Team besteht zur Zeit aus einem Frauenarzt und sechs Frauenärztinnen.